Seit Dezember 2011 arbeite ich in der Stasi-Unterlagen-Behörde an einem Forschungsprojekt zur Geschichte der Operativgruppen des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit in den „befreundeten“ staatssozialistischen Diktaturen.
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Der Band „Nach dem Umbruch“ stellt die inzwischen wohl beendeten Transformationen Ostmitteleuropas in einen breiteren Kontext. Die Zusammenstellung verdeutlicht, dass das Jahr 1989 nicht in jederlei Hinsicht eine Zäsur darstellt: Gesellschaftliche Trends und kulturelle Spezifika lassen sich über die ausgehandelten Revolutionen hinweg verfolgen. Hiervon ausgehend werden einige Herausforderungen skizziert, denen sich die Staaten Zentraleuropas – darunter auch Deutschland – nun im globalen Umfeld stellen.
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Der workshop „Cooperation and integration in Europe in the 1970s: policies and views from Central-Eastern Europe“ am Europäischen Hochschulinstitut Florenz bringt Forscher zur Kulturgeschichte Zentral- und Osteuropas mit Experten der Wirtschaftsgeschichte zusammen. Die Organisatoren sind Federico Romero (Europäisches Hochschulinstitut) und Angela Romano (London School of Economics and Political Science). Ich werde unter den Titel „National separation, controlled cooperation. Explaining the economic openings to the West, 1975-1989″ vortragen.
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Am 27. Juni verteidige ich meine Dissertation „Hinwendung nach Europa. Neuorientierung und Öffentlichkeitswandel im Staatssozialismus 1975-1989″ an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Die Promotionskommmission besteht aus Philipp Ther, Michał Buchowski, Werner Benecke, Jan Musekamp und Günter Verheugen.
Die Verteidigung ist öffentlich – wer möchte, kann gern zuschauen. Ort: Raum 138 im Audimax-Gebäude, Logenstraße 2; Zeit: 11.15 Uhr.
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Das Verbundprojekt „Lost in Translation? Europabilder und ihre Übersetzungen“ veranstaltet Ende Juni einen workshop, auf dem Forscher aus Deutschland und Österreich über Europavorstellungen des 20. Jahrhunderts diskutieren werden. Der Natur des Verbundprojekts entsprechend liegt der Schwerpunkt auf Transfer- und Übersetzungsmechanismen. Ich selbst werde über den Transfer von Europanarrativen in und nach Zentraleuropa zum Ende des Staatssozialismus sprechen.
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Heute habe ich mein Dissertationsmanuskript „Hinwendung nach Europa. Neuorientierung und Öffentlichkeitswandel im Staatssozialismus 1975-1989″ an der Europa-Universität Viadrina eingereicht. Es liegt nun zur öffentlichen Einsichtnahme aus – wer nicht nach Frankfurt/Oder fahren möchte, kann es gern bei mir per E-mail anfragen.
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Am 29. Januar werde ich auf der PostDocPlattform der Universität Köln vortragen. Interessenten sind herzlich eingeladen!
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Für den 17.12. organisiere ich den Doktorandentag „Europa erzählen“ am Zentrum für Vergleichende Studien der Universität Köln. Vortragen werden Dr. Bernhard Struck von der University of St. Andrews sowie Dr. Manfred Jahn von der Universität zu Köln (Link zum Programm). Interessierte Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler sind herzlich eingeladen.
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Am 3. November bestreite ich einen jour fixe zur Forschungspraxis in der Doktorandengruppe am Zentrum für Vergleichende Europäische Studien der Universität Köln.
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Zum Tag der Deutschen Einheit wurde ich zu einem Vortrag darüber eingeladen, wie sich unsere östlichen Nachbarn die europäische Einigung vorstellten. Die Tagung „Wandel nach 20 Jahren Wiedervereinigung – Die außenpolitische Rolle der Bundesrepublik Deutschland in Europa und einer globalisierten Welt“ betrachtet Herausforderungen für das vereinigte Deutschland in der Weltpolitik und im zentraleuropäischen Kontext. Sie wird von der Stadt Dresden in Kooperation mit zahlreichen Wissenschaftsinstitutionen ausgerichtet.
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Die neue Dissertation meiner Kollegin Paulina Gulińska-Jurgiel behandelt Europavorstellungen in der Presse Polens, der ČSSR und der DDR von 1965 bis zur Unterzeichnung der Helsinki-Schlussakte im Jahr 1975. Sie basiert – ebenso wie meine entstehende Dissertation – auf der Berichterstattung der polnischen „Polityka“ und der tschechoslowakischen „Tvorba“, während für die DDR die „Wochenpost“ gewählt wurde. Hier stehen die Propageme der „Sicherheit und Zusammenarbeit“ im Mittelpunkt, wobei Betrachtungen zum Negativbild der Bundesrepublik und der Vereinigten Staaten in der offiziellen Satire sowie zur Publizistik des polnischen „Tygodnik Powszechny“ (Allgemeine Wochenzeitung) die Studie ergänzen. Das Buch erschien in der von Wolfgang Schmale herausgegebenen Reihe „Herausforderungen. Historisch-politische Analysen“ im Winkler Verlag.
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Zum 20. Januar fahre ich nach Münster – ich trage dort im Colloquium „West- und Osteuropa: Verbindungen, Trennungen, Integrationen“ des Historischen Seminars vor.
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Zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls trage ich am Berliner Kolleg für Vergleichende Geschichte Europas vor. Der Titel meiner Präsentation lautet „Von der Informalität in die Offizialität. Europavorstellungen zentraleuropäischer Dissidenten 1975-1989″ (17 Uhr, Raum A.336 am Friedrich-Meineke-Institut der FU Berlin, Koserstr. 20). Achtung: Wegen eines Wechsels ist der Termin bis dato noch nicht im online-Kolloquiumsplan des BKVGE verzeichnet.
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Für den online-Studiengang „East European Studies“ der Freien Universität Berlin habe ich das fachbezogene Modul zur neueren und neuesten Geschichte konzipiert. Es beschreibt Zentral- und Osteuropa als einen Kultur- und Kommunikationsraum, der jenseits der Geschichte seiner einzelnen Nationen in übergreifenden Kontakten und Verflechtungen wuchs.
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Die internationale Konferenz „1989-2009 – Gesellschaft, Geschichte, Politik“ diskutiert die Demokratisierung Zentraleuropas und die europäische Einigung transdisziplinär in einer Bestandsaufnahme neuester Forschungen. Veranstalter ist das Prager Institut für Zeitgeschichte. Der Titel meines Vortrags lautet „Essential narratives of European culture, 1989, and the enlargement of Europe“.
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Der Band „The Two Europes“ des Forschernetzwerks zur Europäischen Integrationsgeschichte zeigt, dass die Geschichte der Europäischen Union nicht mehr allein als Kontinuität der westeuropäischen Einigung beschrieben werden kann. Stattdessen ist auch der Blick auf die ehemals kommunistisch regierten Staaten und ihre Vergangenheit erforderlich. Im Bestreben, innovative Perspektiven auf die Geschichte Europas zu eröffnen, haben die Herausgeber Dualismen, Gegensätze und Dialektiken der europäischen Integrationsgeschichte ausgearbeitet.
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Am 7. März trage ich auf der Konferenz „The cultural lens: Innovative Approaches and Methodologies on the History of European Integration“ vor. Die Konferenz am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz hat sich zum Ziel gesetzt, die europäische Integration aus der Perspektive der Neuen Kulturgeschichte zu analysieren. Damit rücken kulturelle Fragestellungen in das Blickfeld der Integrationsforschung, die bisher vor allem mit politikgeschichtlichen und institutionentheoretischen Ansätzen arbeitet. Der Titel meines Vortrags lautet „Facing Europe: Narratives of Europe in the Public Spheres of Late State Socialism“. Organisiert wurde die Konferenz vom Forschernetzwerk „History of European Integration Research Society„.
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Das Magazin „Studiozeit – aus Kultur und Sozialwissenschaften“ interviewte kürzlich meine Kollegen und mich über unser Forschungsprojekt „Europa im Ostblock“. Hier können Sie einen Ausschnitt der Radiosendung hören – bitte auf das Dreieck klicken!
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Am 12. Februar diskutiere ich mit Agnieszka Walter-Drop (Stellvertretende Leiterin der Botschaft Polens in Deutschland) und Michael Cramer (MdEP, Fraktion der Grünen) über polnische Europaideen und die aktuelle Europapolitik Polens und Deutschlands. Eingeladen hat die Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin, die Diskussion findet um 19 Uhr im Rathaus Charlottenburg statt (10585 Berlin, Otto-Suhr-Allee 100, Saal 3, 2. OG.)
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Vor kurzem erschien der Band „Diskurse über Zwangsmigrationen in Zentraleuropa „, der die Diskussionen über Vertreibungen nach dem Zweiten Weltkrieg in den betroffenen Nationen vergleichend analysiert. Er beschreibt die Geschichte vielgestaltiger nationaler Erinnerungen in Deutschland, Polen, Tschechien, der Slowakei, Österreich, Ungarn, Italien, Slowenien und Kroatien. Während politisierte Debatten bis heute Differenzen in den öffentlichen Meinungen der Nationen fortschrieben, näherten sich wissenschaftliche Deutungen der Zwangsmigrationen einander an. Der Band stammt aus einem Projekt im „Forschungsverbund Ost- und Südosteuropa“ und am Münchner Collegium Carolinum.
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In der Reihe „Europäische Hochschulschriften“ des Peter Lang Verlags erschien nun das Buch „Europe, Nationalism, Communism“ von José María Faraldo. Die Sammlung von Essays zu Stadtarchitektur, Migrantenbiografien und nationalen master narratives beschreibt, wie Vorstellungen Europas und der Nation in der Volksrepublik Polen entstanden und in die Identitätskonstruktion einflossen.
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In wenigen Wochen erscheint ein Band der tschechischen Nichtregierungsorganisation „Ano pro Evropu“ (Ja für Europa), der sich mit der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft 2009 beschäftigt. Mein Beitrag steht hier in deutscher Sprache zum download.
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In der kommenden Woche gebe ich gleich zwei Präsentationen: Auf der Konferenz „The impact of 1989 on Europe“ am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz trage ich am 8.11. unter dem Titel „Return to Europe? How Central European debates on Europe challenge European Union norms“ vor. Neben Philipp Ther und Chris Armbruster habe ich an der Konzeption dieser Konferenz selbst mitgewirkt.
Im Colloquium der Kolleg-Forschergruppe „The Transformative Power of Europe“ an der FU Berlin spreche ich am 3.11. über „Central European meanings of Europe. West-East transfers and regional appropriation“ (16 Uhr, Ihnestraße 26, Raum 202).
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Seit Oktober arbeite ich in der DFG-Forschergruppe „The Transformative Power of Europe“ an der Arbeitsstelle Europäische Integration der Freien Universität Berlin. Sie untersucht Transfers und Aneignungen von Normen und Ideen im Kraftfeld der europäischen Einigung.
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Am 10. Juli stelle ich mein Promotionsvorhaben am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Universität Jena / der Jenaer DGO-Zweigstelle vor. Ort und Zeit: 16 Uhr c.t., Carl-Zeiß-Straße 3, Seminarraum 384.
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Ideen vom Ende der Teilung Europas sind Thema der Konferenz „Overcoming the Iron Curtain“ an der Pariser Sorbonne I und III. Ich spreche zu Jiří Hájek, dem tschechoslowakischen Außenminister des „Prager Frühlings“ und Mitbegründer der Charta 77. Hier das gesamte Konferenzprogramm.
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Die zeitgenössische Karikatur auf dem Buchtitel stammt aus der tschechoslowakischen kulturpolitischen Wochenzeitschrift “Tvorba”. Dargestellt wurde, wie die Westintegration der Bundesrepublik (symbolisiert durch Konrad Adenauer) auf Geheiß der Vereinigten Staaten Europa teilte. An der Spaltung des Kontinents wirken die Institutionen der Westeuropäischen Integration, die Kirche, das Militär und die Wissenschaften mit. Die Karikatur zeigt, dass im Propagandaarsenal der Kommunistischen Parteien des Ostblocks auch ein positiver Europabegriff vorkam. Quelle: Tvorba Nr. 20 vom 16. Mai 1957.
Europa im Ostblock. Vorstellungen und Diskurse (1945-1991), hg. von José Maria Faraldo, Paulina Gulińska-Jurgiel und Christian Domnitz, Böhlau, Köln 2008, 407 S., ISBN 987-3412-20029-9.
Der Band versammelt Aufsätze, die im Forschungsprojekt „Europa im Ostblock“ am Potsdamer Zentrum für Zeithistorische Forschung entstanden. Ihre Autoren beschreiben, wie die Kommunistischen Parteien des Ostblocks die westeuropäische politische Integration verteufelten und ihr ein eigenes, positives Europaverständnis entgegensetzten. Hierbei war die staatssozialistische Auslegung der Schlussakte der „Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa“ zentral. Diese wenig bekannte Europapropaganda geriet jedoch schnell in den Schatten der reichen Europapublizistik der ostmitteleuropäischen Dissidenten und Untergrundschriftsteller. Während die Legitimität der staatssozialistischen Herrschaft erodierte, trafen die Europaideen der Dissidenten in immer breiteren Gesellschaftssphären auf Gehör. Sie leiteten die „Rückkehr nach Europa“ von 1989 ein.
Inhalt
Einleitung / Introduction
José M. Faraldo: Europavorstellungen im Ostblock. Zwischen Aneignung und Ablehnung 11
Zugänge / Approaches
Wolfgang Schmale: „Osteuropa“: Zwischen Ende und Neudefinition? 23
Hagen Schulz-Forberg: The European Public Sphere and the Transnational History of the Notion of Europe after 1945 37
Christian Domnitz: Europäische Vorstellungswelten im Ostblock: Eine Topologie von Europanarrationen im Staatssozialismus 61
Jan Kieniewicz: The Eastern Frontier and the Borderland of Europe 83
Stalinismus / Stalinism
José M. Faraldo: Die Hüterin der europäischen Zivilisation. Kommunistische Europakonzeptionen am Vorabend des Kalten Krieges 1944-1948 91
Carlos Reijnen: For a True Europe and a New patriotism. Europe and the West from a Czech Stalinist perspective 111
Jan C. Behrends: Völkerfreundschaft und Amerikafeindschaft. Ilja Ehrenburgs Publizistik und das Europabild des Stalinismus 125
Tetyana Dzjadevyč: Der ukrainische sozialistische Realismus und der Europa-Diskurs. Die Nachkriegswerke von Oles’ Hončar 1947-1948 145
Bilder / Images
Jana Wüstenhagen: Europabilder in der DDR 1949-1989: Zwischen Visionen und Realpolitik 165
Jordanka Telbizova-Sack: Die Balkanmuslime und Europa 189
Dragos Petrescu: Conflicting Perceptions of (Western) Europe: The Case of Communist Romania, 1958-1989 199
Joanna Bar: From Communism to Democracy: The Concept of Europe in Cracow’s Press in the Years 1975-1995 221
Dissens / Dissent
Cristina Petrescu: Eastern Europe, Central Europe or Europe? A Comparative Analysis of Central European Dissent and Romanian “Resistance through Culture” 231
Dennis Dierks: Europa als Bezugspunkt? Einige Überlegungen zur kulturellen Selbstverortung bonisch-muslimischer Exilanten 1945-1990 251
Friederike Kind-Kovács: An „Other Europe“ through Literature: Recreating a European literary „Continent“ in the Light of the Helsinki Final Act 267
Exil / Exiles
Thomas Lane: East European Exiles and their Interpretations of the Meaning of Europe 301
Józef Laptos: Visionen des gemeinsamen Europas. Die ostmitteleuropäische Emigration zu Beginn des Kalten Kriegs 317
Paulina Gulińska-Jurgiel: Geopolitik in der Emigration. Die Denkaufgabe ‚Europa’ in der Publizistik von Juliusz Mieroszewski 341
Katarzyna Stoklosa: Der polnische Emigrant in Großbritannien: Rowmund Piłsudski und seine Konzeption eines vereinten Europas 361
Vladimír Goněc: Hubert Ripka und das Europadenken im Exils in den fünfziger Jahren 371
Autorenverzeichnis 389
Abkürzungsverzeichnis 395
Literatur (Auswahl) 397
Personenregister 403
Online erschienene Rezensionen
Stefan Troebst in „H-Soz-u-Kult“
Ilko-Sascha Kowalczuk in „Archiv für Sozialgeschichte“
Heinz Duchhardt in „sehepunkte“
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Mit einer Fahrt auf der kürzesten grenzübergreifenden Eisenbahnstrecke der Welt zwischen Nové Údolí und Haidmühle feierten die Betreiber den tschechischen EU-Beitritt. Foto: čtk / David Veis
Christian Domnitz: Die Beneš-Dekrete in parlamentarischer Debatte. Kontroversen im Europäischen Parlament und im tschechischen Abgeordnetenhaus vor dem EU-Beitritt der Tschechischen Republik, Münster 2007.
Die Frage, ob die so genannten Beneš-Dekrete noch heute gültig seien, löste kurz vor dem EU-Beitritt Tschechiens Kontroversen zwischen Politikern der zentraleuropäischen Länder aus. Die Dekrete hatten nach dem Zweiten Weltkrieg die gesetzlichen Voraussetzungen für die Zwangsumsiedlung der Deutschen aus der Tschechoslowakei geschaffen. Im Europäischen Parlament und im tschechischen Abgeordnetenhaus wurde heftig diskutiert, ob ihr Fortbestand die europäische Wertordnung herausfordere oder gar ein Beitrittshindernis sei. Wie die trennende Geschichte in der europäischen Einigung verhandelt wurde, ist Gegenstand dieser diskursanalytischen Studie.
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Pošumavská jižní dráha oslavuje vstup ČR do Evropské unie jízdou po nejkratší přeshraniční železnici na světě vedoucí z Nového Údolí do bavorského Haidmühle. Foto: čtk / David Veis
Christian Domnitz: Zápas o Benešovy dekrety před vstupem do Evropské Unie. Diskuse v Evropském parlamentu a v Poslanecké sněmovně Parlamentu ČR v letech 2002-2003, Praha 2007.
Na základě takzvaných Benešových dekretů byly v poválečném Československu nastoleny právní podmínky, za nichž bylo možné vysídlit zdejší několikamilionovou německou menšinu. Otázka, zda jsou tato nařízení ještě dnes platná, vyvolala před vstupem České republiky do Evropské unie spory mezi politiky středoevropských zemí. V Evropském parlamentu a v české poslanecké sněmovně se velice intenzivně diskutovalo, zda jejich setrvávání v českém právním řádu není v rozporu s hodnotami, na nichž stojí současná Evropa, či zda dokonce nejsou překážkou vstupu České republiky do Evropské unie. Na těchto diskuzích se dá sledovat, jakou roli může hrát v procesu evropského sjednocování historie, která nás od sebe odděluje. Přeložil do čestiny Matěj Spurný.
Obsah | Úvod | Recenze v časopisu Dějiny a současnost 9/2007
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Claudia Kraft / Katrin Steffen (Hrsg.): Europas Platz in Polen. Polnische Europa-Konzeptionen vom Mittelalter bis zum EU-Beitritt, Osnabrück 2007.
261 Seiten, ISBN 978-3-929759-85-3
Dieser Band vereint Beiträge über polnische Europaideen. Experten beschreiben für die Epochen zwischen Mittelalter und Gegenwart, wie in Polen über Europa nachgedacht wurde. Hervorzuheben ist der Titel, der eben nicht nach dem Platz Polens in Europa fragt – was bereits viele andere Publikationen tun. Er richtet die Aufmerksamkeit hingegen auf spezifisch polnische Europadebatten. Denn die „europäische“ Norm wird zumeist in den Nationen – und oft jeweils für sich – ausgehandelt, was stets zu interessanten Differenzen auf dem Kontinent führt. Neben der Einführung ist ist der eingängig geschriebene und kritische Beitrag von Maria Janion besonders lesenswert.
Eine online-Buchbesprechung finden Sie hier.
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An der Europa-Universität Viadrina gab ich im Sommersemester 2006 ein Seminar „Europa östlich des Eisernen Vorhangs. Ostmitteleuropäische und ostdeutsche Europavorstellungen vor 1989″. In den Oppositionsbewegungen und in den Kommunistischen Parteien des sozialistischen Lagers wurde der Begriff von „Europa“ in einem komplexen Aneignungsprozess reformuliert und uminterpretiert. Dabei entstanden Vorstellungen von Europa als „dem Anderen“ und auch die Idee einer blockübergreifenden Einigung des gesamten Kontinents. Beispiele hierfür sind die Debatten der Dissidenten um ein „Mitteleuropa“ und Michail Gorbačevs Idee des „Gemeinsamen Europäischen Hauses“. Das Seminar präsentierte eine Kulturgeschichte der Europaideen, wobei der Schwerpunkt auf Ostmitteleuropa liegt. Es führte zunächst in die aktuellen Diskussionen über eine europäische Zeitgeschichtsschreibung ein. Anschließend wurde die Herausbildung von Europavorstellungen im geteilten Kontinent anhand von politischen Essays nachgezeichnet. Damit wurden zugleich Grundlagen der Lektüre und der Kritik zeithistorischer Quellen vermittelt. In jeder Seminarsitzung hielten die Studierenden Referate und bereiteten die Diskussion ihrer Thesen vor. Zusätzlich wurde je Sitzung eine Quelle in ihrem Kontext vorgestellt. Zum Abschluss des Seminars wurden die Entwürfe für eine Abschlussarbeit und die Hausarbeiten kritisch diskutiert. Hier der Syllabus.
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Mit meinem Kommilitonen Daniel Masař organisierte ich im Jahr 1999 an der Berliner Humboldt-Universität ein studentisches Projekttutorium zur deutsch-tschechischen Beziehungsgeschichte. Das Tutorium brachte fortgeschrittene Studierende und auch Promovenden aus dem Berlin-Brandenburger Raum zusammen. Neben Referaten zu Kernthemen der deutsch-tschechischen Beziehungsgeschichte präsentierten eingeladene Gäste aktuelle Forschungsprojekte. Wir führten eine Seminarhomepage und stellten unser Vorhaben im Berliner Osteuropa-Info vor.
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